OnScreen® Hybridglas im Test der ColorFoto

Zeitschrift 02/2020

Testbericht der ColorFoto von 02/2020

“Oft reicht es schon, die Kamera am Gurt um den Hals oder seitlich an der Schulter zu tragen: Das Display scheuert am offenen Reißverschluss der Jacke oder an einer Niete der Jeans. Und schon zeigen sich erste Kratzer. Wer­den es im Laufe der Zeit mehr, droht irgendwann eine kostspielige Repara­tur. Besser also, man schützt das Dis­play, solange dessen Oberfläche noch lupenrein ist, mit einer Schutzfolie.[…] Dank einer adhäsiven Silikonschicht an der Unter­seite haftet das Glas auf dem Display. Der Displayschutz saugt sich regelrecht an, kann bei Bedarf aber rückstandsfrei wieder gelöst werden. Nach dem selben Prinzip funktioniert das OnScreen® Hybridglas von Neoxum. Im Unterschied zum MAS-Protector kommt hier aber sogenanntes Hybrid-glas zum Einsatz: eine Kombiation aus einer dünnen Glasschicht und Kunst­stofffolie. Das Hybridglas ist ähnlich kratzfest wie „richtiges” Glas, aber be­deutend flexibler. Zudem lässt Neoxum die Wahl zwischen zwei Schutzglasversionen: kristallklar und reflexions­minderndes Hybridglas. Die zweite Variante ist ge­wöhnungsbedürftig, weil man Displays von Kameras sonst nur mit Hochglanzoberfläche kennt, bietet aber durchaus praktische Vorteile. Als Alternative zum Hybridglas gibt es bei Neoxum übri­gens auch Display-Schutzfolien.

Der MAS Glass Screen Protector wird in einer flachen, quadratischen Plastikbox mit Umkarton geliefert. Die Box enthält neben dem Schutzglas — beidseitig durch eine abziehbare Klarsichtfolie geschützt — zwei Folienbeutel mit Feucht- und Trockentuch, zwei Streifen „Cleaning Tape” und einen Plastikchip zum Entfernen von Luftblasen.

Praktische Erfahrungen

Das Neoxum-Hybridglas kommt in einem Hochglanzumschlag aus Pappe. Eine Schutzfolie gibt es hier nur auf der Glasunterseite, wo sich die Silikonschicht befindet. Das reicht auch, weil man die Oberseite jederzeit von Fingerabdrücken oder Staub reinigen kann. Feucht- und Trockentuch sind auch hier im Lieferumfang enthalten. Das Procedere ist kein Hexenwerk: Zunächst reinigen Sie das Display sorgfältig, zuerst mit dem feuchten, dann mit dem trockenen Tuch. Sollten Sie bei kritischer Betrachtung noch einzelne Staubkörner auf dem Display entdecken, entfernen Sie diese mittels Klebestreifen oder Luftpinsel. Danach ziehen Sie die Schutzfolie von der Glasunterseite ab. Bei MAS funktio­niert das aufgrund des starren Materi­als recht einfach. Beim dem flexiblen Hybridglas von Neoxum muss man aufpassen, dass es einem nicht aus den Fingern flutscht und versehentlich auf der Silikonschicht zu liegen kommt. Die Kunst besteht darin, das Schutz­glas exakt auszurichten, bevor es voll­flächig mit dem Display in Berührung kommt. Sobald es passt, drückt man das Glas zuerst mittig mit dem Dau­men an, dann saugt es sich fast von selbst komplett am Display fest. Sollten danach noch Luftblasen unterhalb des Glases zu sehen sein, reibt man an der betreffenden Stelle unter leichtem Druck von innen nach außen, also zu den Glasrändern hin. MAS liefert dafür einen kleinen Plastikchip mit, Neoxum verweist auf den Gebrauch einer Kre-dit-/EC-Karte. Die Touch-Funktion des Monitors — sofern vorhanden — wird durch das Schutzglas in keiner Weise beeinträchtigt.

Unterschiede im Detail

Ziel sollte es sein, das Schutzglas gleich beim ersten Mal perfekt in Position zu bringen, dann ist das Ergebnis auch optisch makellos. Sobald man das Glas an einer Ecke wieder anheben muss, bleibt dort eine matte Stelle zurück —ein Zeichen dafür, dass der Kontakt mit der Glasfläche nicht mehr den Ideal­zustand erreicht. Beim starren MAS-Schutzglas kann es zudem Probleme geben, wenn das Display kleine Unebenheiten aufweist oder nicht ganz verwindungssteif konstruiert ist.

Das MAS-Produkt überzeugte durch optimale Passgenauigkeit, während das Neoxum-Hybridglas etwas kleiner als die Display-Fläche der Testkamera war. Das hat zwar Vorteile, wenn man das Glas später entfernen will, könnte aber auch als Schönheitsfehler emp­funden werden. Das ist insofern kein Thema, weil man sich bei Neoxum auf Anfrage jederzeit ein Hybridglas nach Maß zurechtschneiden lassen kann — ohne Aufpreis und auf den Zehntelmillimeter genau.”

Testbericht Neoxum OnScreen Hybridglas

MODELLMAS Glas Screen ProtectorNeoxum OnScreen Hybridglas
VerfügbarkeitÜber 70 Modellejedes Kameramodell (Zuschnitt nach Maß möglich)
Materialoptisches Glas, Dicke ca. 0,7 mmHybridglas, Dicke ca. 0,2 mm
Typen / Transmissionhochtransparent / ca. 95 %hochtransparent / ca. 94 % reflexionsmindernd / ca. 90 %
HaftflächeSilikonSilikon
Preis30 Euro10 Euro
BezugsquelleFachhandel oder Direktvertrieb
(www.doerr-foto.de)
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Das Hybridglas von Neoxum ist auch in einer reflexionsmindernden Variante er­hältlich (Bild oben). Die Transmission ist hier etwas geringer, doch dafür bleiben Spiegelungen wie beim Klarglas aus.
Wenn das Schutzglas nicht auf der ganzen Fläche optimal haftet, z.B. wegen minimaler Unebenheiten, zeigen sich matte Stellen (Pfeil). Dann ist man mit dem flexibleren Hybridglas in der Regel besser bedient.

Wer den Original Testbericht der ColorPhoto aus 02/2020 lesen will, kann sich dieses Review als PDF in unserem Downloadbereich herunterladen.