Videowall in Katar entspiegelt

In einem Ausbildungszentrum in Katar wurde noch in 2018 eine zusammenhängende Videowall aus mehreren Bildschirmen installiert. Es zeigte sich jedoch, dass extreme Spiegelungen auf den Bildschirmen ein Betrachten der Bilder und Videos unmöglich macht. Mit Hilfe der reflektionsreduzierenden Antireflexfolie von Neoxum wurde die Videowall entspiegelt und die Installation “gerettet”. Die Videowall kann an der Wand verbleiben.

In unmittelbarer Nähe das fast fertige Fußballstadion für die Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar.

Unterschiede der Helligkeit zwischen Umgebung und Bildschirm

Mit insgesamt 11 Bildschirmen in den Größen von 11 Zoll bis 46 Zoll wurde die Videoleinwand gegenüber großen lichtdurchfluteten Fenstern an einer Wand installiert. Nach Fertigstellung der Videoleinwand zeigte sich jedoch, dass die Helligkeit der Umgebung mit ca. 1500 Lux (1 Lux entspricht einem Lumen pro Quadratmeter) gegenüber der Helligkeit der eingesetzten professionellen Digital Signage Displays (ca. umgerechnet 800 Lux) fast doppelt so hoch ist.

Spiegelungen der Umgebung auf der Videoleinwand

Die Spiegelungen der Umgebung sind durch die helle Umgebung mit Spitzenlichtern derart stark ausgeprägt, dass Besucher zum Teil auf den Displays der Videoleinwand nichts mehr erkennen können. Zumindest ist die Betrachtung der stark spiegelnden Oberflächen sehr unangenehm und anstrengend.

Projektablauf Entspiegelung Videowall

Nach Analyse und Besprechung mit dem Kunden und der Zusendung von Mustermaterialien, erwies sich die Lösung mit der Neoxum Antiblendfolie als sehr effizient. Somit musste nur noch die Frage geklärt werden, wie die bereits in Katar installierten Displays mit unserer Antireflektionsfolie ausgestattet werden sollten. Wir waren sehr positiv überrascht, als der Kunde uns direkt um Hilfe bat: Als Hersteller der Schutzfolie sollten wir auch direkt selbst die Folien in Katar auf die Bildschirme der Videowand aufbringen. Nun fährt man nicht mal eben schnell ein paar Stunden im Auto nach Katar (Luftlinie Katar – München: 4300 Km). Nach Klärung der Fragen nach den Hin- und Rückflügen wurde folgende Themen abgesprochen:

  • Materialtransport von Schöngeising nach Katar
  • Hilfsmittel, wie Reinigungsflüssigkeiten für die Säuberung der Monitore vor Folienmontage. Die Vorschriften der Airlines zum Thema Transport von Flüssigkeiten mussten penibel eingehalten werden.
  • Unterkunft und Transport
  • Zeitplan und Personalressourcen: größere Displays ab ca. 24 Zoll lassen sich mit 2 Personen deutlich entspannter mit einer Entspiegelungsfolie ausstatten
  • Organisation der Räumlichkeiten vor Ort: die Raumluft des Raumes mit der Videoleinwand ist durch Besucher recht staubig
  • Klärung der Kundenanforderung hinsichtlich Größe und Kontur der zu erstellenden Antiblendfolien, sowie mögliche Staubeinschlüssen während der Montage (es stand kein Reinraum zur Verfügung)

Unser allgemein gültiger Projektablauf ist im Rahmen unserer ISO 9001 Qualitätszertifizierung nachfolgend exemplarisch gezeigt. Bei Fragen zu Projekten zum Thema Displayschutz, Entspiegelung von großflächigen Bildschirmen oder dem Schutz vor mechanischen Schäden an Oberflächen von Displays und Monitoren kontaktieren Sie uns bitte.

Durchführung der Folienmontage

Nach Klärung aller offenen Fragen wurden vorab perfekt passgenau zugeschnittene Antiblendfolien nach Katar per Luftfracht auf die Reise geschickt. Dazu kam noch ein ganzes Sammelsurium an notwendigen Utensilien:

2 Rollen Haushaltstücher
2 Mikrofaser Reinigungstücher
1 Rolle Tesafilm
1 Cutter
1 Skalpell
1 Pinzette
1 Sonde
1 Maßband
1 Antistatischer Staubwedel
1 Rakel groß
1 Rakel klein
1 Filzrakel 
1 Kanister destilliertes Wasser, ca. 3 Liter
1 Pumpsprühflasche, groß, leer
1 Schere
250 ml antistatische Reinigungsflüssigkeit (per Datenblatt vorab bei den Behörden und der Airline angemeldet)

Die Montage der Antiblendfolien in Katar gestaltete sich dann als Herausforderung, da kein Raum mit der eigentlich notwendigen geringen Staubbelastung zur Verfügung stand. Wir lösten das Problem, indem wir die Neoxum Folien mit schwimmender Technik auf die einzelnen Monitore aufzogen. Das bedeutet, dass die statisch haftenden Silikonhaftschicht der Schutzfolie mit destilliertem Wasser benetzt und erst dann die Folie schwimmend auf das Display aufgebracht wird. Auf Grund des Wasserfilms können Schutzfolien im Großformat bei sofort sichtbaren Staubeinschlüssen kurzzeitig wieder angehoben und der Störenfried entfernt werden. Zudem erleichterte der dünne Flüssigkeitsfilm die exakte Positionierung der großen Folie. Der dünne Flüssigkeitsfilm aus destilliertem Wasser verdunstet dabei vollständig und ohne Rückstände (nur Aqua dest.!). Wir möchten an dieser Stelle dringend darauf hinweisen, dass eine Montage nach dieser Methode nur an stromlosen Geräten durchzuführen ist. Ein komplettes Abtrocknen und Verdunsten muss abgewartet werden. Bei einem 46 Zoll Bildschirm dauert das Abtrocknen bei sachgemäßer Montage und Zimmertemperatur ca. 24-48 Stunden.

Ergebnis Entspiegelung Videowall in Katar

Innerhalb von zwei Tagen wurden die komplette Videowand mit Neoxum antireflektierenden Schutzfolien von uns vor Ort ausgestattet. Neben der deutlichen Reduktion von Spiegelungen (wir haben einige Fotos während der Arbeiten gemacht), zeigte sich noch ein sehr positiver Nebeneffekt.

Vor Ort machte uns der Kunde (und wir den Kunden) darauf aufmerksam, dass einige Display bereits einige kleine Beschädigungen, wie z.B. Kratzer oder kleine blinde Stellen aufweisen. Nach dem Aufziehen unseres professionellen Displayschutzes waren diese Stellen nicht mehr zu sehen! Die antireflektierende Schicht der Neoxum Displayfolie lässt kleine Beschädigungen und Kratzer tatsächlich “verschwinden”. Der Kunde war mit der Arbeit und dem Ergebnis höchst zufrieden: endlich kann die innovative Videowall ohne nervige Spiegelungen und ohne Anstrengung betrachtet werden. Besucher der Videowall Installation werden es danken!

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